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Rolf Fischer
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Wer ist Rolf Fischer?


Heute, mit 71 Jahren, weiß ich endlich, was mein ganzes, mir seltsames Leben ausgemacht hat: in mir wurde Sariputta wiedergeboren. Wer das war, musste ich selber erst mal nachschauen. Der Name und die intime Nähe zu Buddha waren während einer Meditation, ungefragt und deutlich wie die Wirklichkeit, in meinem Geist aufgetaucht.

Ein Arahant wird doch nicht wiedergeboren!

 

Nun, machen wir es genauer: das, was zur Wiedergeburt führt, ist eine Anhaftung positiver oder negativer Art. Sehnsucht oder Leiden. Das hat ein Arahant sicher nicht mehr. Sariputta ist bekannt als der Kluge, der Analytiker an der Seite des Buddha. Und ich erinnere, wie ich in die Welt kam: kein Wesen, keine Persönlichkeit, kein Ärger, keine Sehnsucht näherte sich der Erde, sondern eine sanfte Neugierde die wissen wollte, wie und was eigentlich Liebe bei den Menschen ist. Diese Neugierde näherte sich völlig frei schwebend der Erde, näherte sich Lichtern, Musik, Menschen einem Park, einem Paar – und haftete plötzlich an.

 

Es kam Erschrecken, daß keine Bewegung mehr möglich war und mit der Realisierung dessen kam Entsetzen, Unwillen, Verzweiflung, NEIN, NEIN, NEIN, Nein, Nein, lange hat es gebraucht, bis dieser Geist sich dem ergeben hatte, was er nie wieder wollte: Anhaftung. Dieser Geist gab sich dem hin, was unvermeidlich war. Irgendwann wird der Raum zu eng und man strebt aus dem relativen Frieden des Mutterleibs nach draußen, in eine Welt die man nicht kennt.

 

Ein erleuchtetes, völlig befreites Wesen mit einer einzigen, neugierigen Frage kam in die Welt – ohne karmische Belastungen.


Das erklärte mir endlich, warum ich als Kind schon und auch als Jugendlicher unglaubliche Fähigkeiten hatte, nicht eine, viele. Unter Anderem ein endloses, präzises Gedächtnis für alles, was ich gesehen, gelesen oder gehört hatte und auch die Möglichkeit, nicht nur die Gefühle, auch die Gedanken von Menschen ganz genau zu erkennen. 

 

Ich habe diese Fähigkeiten zerstört, denn ich wollte so sein, wie alle anderen Menschen. Nicht nur das, es machte andere Menschen eifersüchtig, neidvoll oder auch ängstlich, ich könne zu viel über sie wissen. Man konnte mich nicht belügen oder täuschen. Ich galt als Rechthaber.

 

Die Bundeswehr hat meine Intelligenz sehr umfangreich getestet. Ich wollte nicht hin, darum hatte ich zwei Nächte nicht geschlafen, nur Kaffee und Bier getrunken und versuchte, schlecht abzuschneiden ohne aufzufallen. Nach dem Test rief der Psychologe mich zu sich und meinte, so etwas wie meine Intelligenz habe er noch nie erlebt. Über alle verschiedenen Tests hinweg die gleichen, herausragenden Ergebnisse. Dafür gäbe es keinen Quotienten, der das ausdrücken könnte.

Ich verstand endlich, warum die Kundalini schon durch mein Herz aufsteigen wollte, als ich gerade 17 Jahre alt war und glaubte, ich müsse sterben. Natürlich wusste ich damals gar nicht, was Kundalini ist. Nur diese ungeheure Energie habe ich gespürt. Vor einigen Jahren konnte ich sie dann durchlassen. Das hat mir viele weitere Einsichten beschert.

 

Endlich konnte ich verstehen, warum ich bei meiner zweiten zehn Tage Meditation, in einer Einrichtung von Goenka der dort gelehrten Körperachtsamkeit folgend, den Zustand des achten Jahnas erlebte. Niemand konnte mir dazu etwas erklären. Im nächsten Kurs erlebte ich das achte Jahna dann noch zweimal, denn ich wollte mich des Weges versichern, auf dem ich diesen seltsamen Zustand erreicht hatte. Heute kenne ich den systematischen Weg zum achten Jahna genau.

 

Erleuchtung habe ich etwa sechs Monate später erlebt. Ich weiß heute aber auch, daß und warum ich wieder da raus wieder gefallen bin.

 

Der Grund dafür liegt in dem Grund der Wiedergeburt. In der Existenz von Sariputta und den Geburten davor gab es nie die Erfahrung menschlicher Liebe. In meiner Existenz ist der Wunsch, menschliche Liebe zu verstehen radikal realisiert. Die Neugier wollte nicht Mensch werden, sondern nur Zuschauer sein, hat aber dann beim Zuschauen des Zeugungsaktes angehaftet und musste sich dem fügen.

Dieser männliche Körper war sehr attraktiv und reizvoll für Frauen. So bestand das Leben dieser Existenz in einer Abfolge der Erfahrung verschiedensten Formen menschlicher Liebe. Und offenbar bin ich noch nicht zu einem Verzicht auf menschliche Liebe bereit. Es ist ein Spiel mit Sehnsucht, Begierde, Erfüllung und Leid.

Ja, auch die universale, sagen wir ruhig göttliche Liebe, wurde mir schon offenbart. Sie ist bedingungslos, jede Zelle des Körpers ist Liebe, es gibt nichts anderes mehr in diesem Wesen und man erkennt in der strahlenden Welt genau, was Liebe ist und was nicht, was aus Liebe erschaffen wurde, was nicht. Darum weiß ich: So kann kein Mensch lieben!

Aber diese Liebe, die Universale, war sich selbst nicht genug. Darum entstand das Universum!

Und es ist das Begehren, welches alles Leben erschafft, erhält und wiederherstellt. Dazu streben Pflanzen ans Licht und Tiere zum Partner. Die Fauna hat unwiderstehliche, hormonell gesteuerte Begierden, die nur die Menschen selber zügeln können!

 

Wenn die ganze Natur so eingerichtet ist, ist die Sache selber nicht unheilsam! Liebe ist niemals unheilsam. 

 

Die Gewalt, welche die Welt der Menschen derzeit formt, ist unheilsam!

Es war mir ein tiefes Bedürfnis, das alles zu verstehen. Sariputta hatte noch nicht verstanden, was das Besondere der menschlichen Liebe ist. Es hat 2500 Jahre gedauert, bis diese Neugierde sich Bahn gebrochen hat.

In mir ist das tiefe Bedürfnis alles, was das Leben, die Welt, die Natur, die Liebe, die Menschen und das, was das Universum, das göttliche ausmacht, zutiefst zu verstehen.

 

Was ich verstanden habe ist, daß selbst ein kleiner Rest Neugierde zur Wiedergeburt führen kann.

 


Nur wenn man richtig versteht, kann man richtig handeln.