Die Moral soll Ideale verwirklichen

 

 

Die Menschen wünschen sich eine Welt nach ihren Idealen. Das Mittel dahin zu kommen ist die richtige Moral, meinen viele. Alle Religionen haben da viele Regeln aufgestellt, wie man denken, reden und handeln sollte: die Zehn Gebote und noch mehr.

Ein Gott passt darauf auf und wer dagegen verstößt, dem droht spätestens nach dem Ableben, die Fahrt in die Hölle!

 

Diese Ideen und Grundsätze leiden vor allem darunter, daß jeder für sich selber gute Gründe für Ausnahmen kennt.

 

Aber wo er meint, unter den Sünden anderer zu leiden, ist jeder ein prinzipienfester Moralist, der am liebsten sofort die Bestrafung der Übeltäter selber vollstrecken würde!

 

So verhindern Ideal und Moral den Blick auf die wirklichen Gründe der Probleme des Zusammenlebens

in Liebe und Frieden.

 

Vipassana klärt den Geist. Dann kann man auch die Welt in Ruhe und Frieden betrachten, wie sie wirklich sind. 

Der Buddha kannte keine Moral. Er lehrte, heilsames und unheilsames Handeln zu unterscheiden.

Und daß das unheilsame Handeln erst uns selber schmerzt, bevor es den Anderen verletzt.

Sie werden selber feststellen, daß unheilsames Denken und Handeln zuallererst ihnen selber Schmerz zufügt, bevor es den Anderen trifft.