Anapanasati ist Atemachtsamkeit

Wenn Sie Stunden und Tage in Stille meditieren wollen, empfehle ich folgenden Weg zu gehen:

 

Alle Achtsamkeit sollte am Anfang zur  Nase gehen, der ganzen Nase, innen und außen, um zu fühlen, wie diese sich anfühlt und wie der Atem auf die Nase wirkt. 

 

Zur Nase deshalb, weil dies von Vornherein mehr Aufmerksamkeit fordert, als den Atem im Auf und Ab des Brustkorbs oder bei der Bewegung des Bauches zu beobachten.

 

Und die Kraft der Achtsamkeit ist es, welche die Ablenkung auslöscht.

 

Ist die Aufmerksamkeit vollständig, erlischt die Ablenkung vollständig. Sie wird nie wiederkommen und der damit verbundene Schmerz erlischt ebenfalls. Das liegt an der Weisheit des eigenen Geistes, der einen eindeutigen Willen akzeptiert.

 

Zwei Dinge sind dabei schwierig: nach jeder Ablenkung schnell und konzentriert auf die Nase zurück zu kommen, und neben den groben Empfindungen auch das Feine zu spüren. Dazu gehören eine feste Entscheidung und Geduld! Der Erfolg kommt dann auf jeden Fall!

 

Beobachtet man den Atem in der Nase und die Wahrnehmungen an und um die Nase, so ist man voll und ganz in der Realität, im Hier und Jetzt.

 

Wer will, kann bei sich selber mal beobachten, wie Achtsamkeit und Ablenkung sich gegenseitig ausschließen.

 

Je mehr Ablenkung, desto weniger Aufmerksamkeit und umgekehrt.

 

Das kennt man doch so, aus der Schule oder dem Studium, aus dem Straßenverkehr und von der Arbeit genauso. Immer entspricht die Aufmerksamkeit genau dem Maß der Ablenkung.