Die Praxis der Technik ist ganz einfach

Immer, wenn seelischer Schmerz auftaucht, fühlen wir ihn auf der Ebene des Körpers:

 

Druck, Enge, ziehender Schmerz, pulsierender, atemberaubender - wir fühlen ihn.

 

Und ab jetzt - beobachten sie diesen Schmerz mit aller Aufmerksamkeit genau dort, wo sie ihn spüren: im Körper.

 

Fühlen sie ganz genau, wo er sitzt, wie weit er sich ausdehnt, wie er pulsiert oder sie sonst wie quält? Wie er sich ausdehnt oder zusammenzieht? Ob er drückt oder sticht oder beides, oder hier drückt und dort sticht? Hier Enge verursacht und dort Weite?

 

Beobachten sie diesen Schmerz genau und geduldig. Werden Sie abgelenkt von dem Kopfkino, der ihn begleitet, kommen sie zurück auf die körperlichen Symptome.

 

Es ist interessant und spannend, den Schmerz so zu betrachten. Und dann ist er weg ...

 

Und dann kommt wieder Schmerz. Machen sie dieselben Beobachtungen!

 

Ja, mehr ist es nicht!

 

Jedes Mal, wenn sie den seelischen Schmerz so betrachten, im Körper, wird er weniger. Vielleicht bemerken sie es beim ersten Mal nicht einmal. Aber sind sie geduldig bei dem Schmerz geblieben, löst er sich erkennbar unter der Beobachtung auf.

 

Sie bemerken es beim Leben in der normalen Umgebung. Sie werden anders reagieren.

 

So kommen sie jedes Mal dem Ziel näher: Stille und Frieden im eigenen Geist.

 

Aber leider vergisst man leicht, diese Arbeit so zu machen. Man ist den Schmerz so gewohnt und ja, er geht ja sowieso vorbei.

 

Das ist so. Aber wenn man dem Kopfkino folgt oder sich sonst wie ablenkt, geht der Schmerz vorbei, aber nicht weg. Benutzen sie die beschriebene Technik, kommt der Schmerz nicht wieder. Und es wird immer weniger, was sie ablenkt und belastet, das sie schmerzt - bis es gar nichts mehr ist.

 

Sie können das immer und überall machen. Sitzend, liegend, stehend - im Bett oder der Badewanne. Beobachten Sie den Schmerz im Körper und kommen sie zur Beobachtung zurück, wenn das Kopfkino sie dabei ablenkt.