Kein Mensch ist dumm

Auf die Welt kommen wir alle mit klarem Verstand und gleichmütiger Aufmerksamkeit. Sonst könnte kein Kind Sprache lernen. Auch liebendes Mitgefühl und Neugierde sind ursprüngliche Eigenschaften jedes Menschen. Und so unterschiedlich wie unsere Körpergröße, unsere Ohren und Nasen, so verschieden ist auch die Geschwindigkeit des Denkens. Auch wenn man langsam denkt, kann man alles verstehen. Wer zum Nachdenken mehr Zeit braucht, ist nicht dumm. Nur eben langsam.

 

Etwas nicht zu wissen ist einfach nachzuholen. Nichtwissen ist also nicht Dummheit.

 

Wenn aber jemand an Vorurteile glaubt, dann entstehen falsche Urteile über die Welt. Und wer ein Vorurteil besitzt, hat in aller Regel einen Grund der dafür sorgt, daß er es nicht aufgibt, sondern verteidigt. Aus der Verteidigung der Vorurteile entstehen dann noch mehr falsche Gedanken. Das ist dumm!

 

Hier ist ein sehr kluger Vortrag, (ab der 5. Minute geht`s zur Sache!), der klar macht, wie die Schule für Vorurteile, somit Dummheiten sorgt.

 

Das Denken soll uns doch ermöglichen, die Welt zu erkennen, um besser darin leben zu können. Wenn wir uns um richtige Einsicht bemühen, gelingt uns das auch. Nicht anders kommt ein Computer zustande, fährt ein Auto oder landet ein Mensch auf dem Mond.

 

Nichts hindert uns daran, auch die Gesellschaft aus den darin tätigen Interessen und dem Handeln der Beteiligten heraus zu verstehen.

 

Doch es ist vielen Menschen einfacher, zu glauben was ihnen nützlich scheint, um mit sich selbst und der Welt in der sie leben in scheinbarem Frieden zu bleiben. Das ist dumm, denn so lebt man an der Wirklichkeit vorbei. Das bringt weder inneren noch äußeren Frieden.

 

Die gesetzlich anerkannte Form jedes beliebigen, noch so dummen Gedankens ist die Meinungsfreiheit. Meinungsfreiheit ist die Dummheit als gesellschaftliches Prinzip. Demgemäß haben nur gesellschaftlich anerkannte Gedanken ein Recht auf allgemeine Anerkennung: die der regierenden Politiker und die der promovierten Wissenschaftler. Ob ein Gedanke folgerichtig ist, spielt auch da eine untergeordnete Rolle.